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7. Verlust des Ansehens Polens auf internationaler Bühne

Allein die Einleitung des Verfahrens zur Prüfung der Rechtsstaatlichkeit in Polen stellt eine dramatische Abstufung auf der internationalen Ebene dar. Innerhalb der 12 Monate ist Polen vom Musterknaben zum Sorgenkind Europas geworden. Stattdessen sucht Polen Partner in Ländern wie: Weißrussland, China, Ungarn usw.

  • Die EU-Kommission hat Anfang des Jahres das betreffende Verfahren gegen Polen eingeleitet, um auf der ersten Stufe den Sachstand zu klären. Für die internationale Kritik Polens s. Punkt 1. (die Verfassungskrise).
  • Polen ist innerhalb der EU zunehmend isoliert, zu wichtigen Gipfel bzw. Treffen werden die Vertreter Polens oft nicht eingeladen (s. Treffen Obamas mit Staatsoberhäuptern Europas am 18.11.2016), bzw. bei internationalen Besuchern wurden die Vertreter Polens ignoriert.
  • Für die Premierministerin Szydło (20.04.2016) und den Staatspräsidenten Duda (31.03.2016) hat keiner der bedeutenden Politiker in der USA Zeit für ein Treffen gefunden. Ebenso sieht der neu gewählte Präsident Trump den Präsidenten Duda erst an der 40. Stelle in der Reihe seiner Staatsbesuche.
  • Beziehungen zu den bisherigen Verbündeten hat die Regierung erfolgreich beschädigt. Mal waren es unüberlegten Äußerungen der PiS-Vertreter wie Außenminister Waszczykowski zu Deutschland, mal der Abbruch der Verhandlungen (Caracal-Deal), mal die Absage des geplanten Treffens im Rahmen des s.g. „Weimarer-Dreiecks“ (Frankreich, Deutschland, Polen)
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